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Wehren erhalten Defibrillatoren

Übergabe: Geräte sollen Kameraden in Daaden und Herdorf im Notfall helfen


Daaden/Herdorf. Ein kleiner Koffer, der Leben retten kann: Die Feuerwehren in der VG Herdorf-Daaden sind erstmals mitStellvertretend überreicht Rudolf Weber (Förderverein Löschzug Daaden-Biersdorf) den Defibrillator an Wehrführer Nico Ermert. Andreas Lichtenthäler (rechts) ist Ansprechpartner für die Geräte. neuen Ersthelfer-Defibrillatoren ausgestattet worden. Die Übergabe ging am Donnerstag im Feuerwehrgerätehaus in Daaden über die Bühne.

Die Geräte sind handlich verpackt, so dass sie bei einem Einsatz auf dem Fahrzeug mitgeführt werden können, das als erstes zum Einsatzort ausrückt. Die Wehren sollen die tragbaren Defibrillatoren auch bei Übungen und bei der Ausbildung mit sich führen. „Sie dienen in erster Linie der Eigensicherung und sollen den Eigenschutz der Kameraden verbessern“, erläutert Wehrleiter Matthias Theis.

Es habe schon länger Überlegungen gegeben, die Einheiten mit diesen Geräten auszurüsten. Den letzten Anstoß, erzählt Theis, habe ein Vorfall in Wissen gegeben. Dort sei im vergangenen Jahr ein Wissener Feuerwehrmann bei einem Einsatz von seinen eigenen Kameraden dank eines Defibrillators wiederbelebt worden. Nicht nur deshalb hält auch Bürgermeister Wolfgang Schneider die Anschaffung für sinnvoll, um Vorsorge zu treffen. Im Rathaus Daaden befinde sich auch ein „Defi“. Er dankte den Fördervereinen der Löschzüge, die die Finanzierung übernehmen. Ein Gerät kostet 1200 Euro. Insgesamt wurden neun Defibrillatoren angeschafft, für die sechs Löschzüge in der VG Herdorf-Daaden, für die beiden Löschgruppen in Sassenroth und Dermbach sowie für die Jugendfeuerwehr. Die Geräte können, so Wehrleiter Theis, im Prinzip von Laien bedient werden. Damit dies im Notfall reibungslos funktioniert, haben die Wehren sechs Multiplikatoren ausgebildet, die ihr Wissen nun an die einzelnen Einheiten weitergeben und ihre Kameraden schulen werden. Dafür steht eine Übungspuppe zur Verfügung.

Artikel aus der Rhein-Zeitung vom 30.07.2016
von Frau Claudia Geimer