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Jugendfeuerwehr Daaden feiert ihr Jubiläum

Festakt Seit 25 Jahren ein Erfolgsmodell mit Nachhaltigkeit – Gründergeneration geehrt


M Daaden. Zu der Zeit, als Deutschland vom Mauerfall geprägt war und die deutsche Nationalelf den dritten Stern bei derDie Urgesteine der Jugendfeuerwehr Daaden wurden von VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider (links) und Wehrleiter Matthias Theis (rechts) ausgezeichnet. Weltmeisterschaft holte, richtete sich der Blick im Daadener Land vor allem auf 18 Jugendliche. Denn sie waren die ersten Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die dort vor 25 Jahren gegründet wurde. Aus diesem Anlass hatte die Jugendfeuerwehr Daaden am Samstag zu einem Festakt im Feuerwehrhaus eingeladen.

„Es gibt Momente, wo ich meine heutige Uniform noch mal gerne mit der eurigen tauschen würde“, so Matthias Theis, der 1992 ebenfalls als Mitglied der Jugendfeuerwehr seinen Dienst begann. Heute blickt er als Wehrleiter stolz auf die Nachwuchswehr. „Es ist ein Erfolgsmodell, das an Nachhaltigkeit nicht zu überbieten ist“, betont Theis. „Wir haben eine moderne und motivierte Jugend, die sich den Herausforderungen der heutigen Zeit stellt.“

Sechs von den damals 18 ersten Mitgliedern sind heute noch in der aktiven Wehr beschäftigt: Sven-Oliver Meyer (Wehrführer Löschzug Niederdreisbach/Schutzbach), Thomas Haubrich (Löschzug Daaden) sowie Claus Lichtenthäler, Markus Hees, Kay Kirchhöfer sowie Björn Huhn (Löschzug Weitefeld). Als Anerkennung für ihr langjähriges Engagement überreichten ihnen der Bürgermeister der VG Herdorf-Daaden, Wolfgang Schneider, und Theis das silberne Feuerwehrehrenzeichen. Huhn bekam außerdem noch die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz überreicht, da er sich neben seiner Aktivität im Löschzug Weitefeld seit 2012 auch als Jugendwart engagiert. „Es ist die Art und Weise, wie er die Jugend leitet“, so Kreisfeuerwehrinspektor Dietmar Urrigshardt. „Auf solche Jugendwarte kann man stolz sein.“

Lob bekamen aber auch Huhns Vorgänger: Der erste Jugendwart war bis 1997 Heinz-Walter Haubrich. Danach übernahm Hagen Wagener für zwei Jahre das Amt. Bis 2012 leitete Thorsten Dormann die Jugendlichen. „Die Jugendarbeit nimmt heute einen viel größeren Raum ein als damals“, so Huhn. „Aber auch die Mitbestimmung der jungen Leute ist gewachsen.“

Die Jugendfeuerwehr entstand am 3. März 1990 unter dem damaligen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daaden, Günter Wolfram, zusammen mit den Wehrführern von Daaden, Weitefeld, Derschen, Niederdreisbach und Friedewald. „Die haben damals Weitsicht bewiesen“, lobte Kreisfeuerwehrinspektor Dietmar Urrigshardt. „Die Früchte dieser Weitsicht werden schon seit Langem geerntet.“ Die Jugendfeuerwehr Daaden hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und Mitglieder gewonnen – nicht zuletzt, weil seit 1997 auch Mädchen dabei sein dürfen. Insgesamt waren in der Jugendfeuerwehr Daaden seit 1990 rund 200 Mitglieder aktiv. Etwa ein Drittel von ihnen war danach auch in der aktiven Wehr tätig. Heute sind 35 Jugendliche, davon fünf Mädchen, aktiv im Einsatz, nehmen regelmäßig an Übungen, Schulungen aber auch an Freizeitaktivitäten teil.

Für ihre Einsatzbereitschaft lobten sie Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain und der Beigeordnete des Kreises Altenkirchen, Günther Knautz. „Es ist großartig, wie ihr euch engagiert“, so Knautz. „Mit wie viel Elan ihr dabei seid und bereits in jungen Jahren Verantwortung übernehmt.“

Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Jugendorchester der Daadetaler Knappenkapelle unter der Leitung von Marcel Urrigshardt sowie die Schülerband der Hermann-Gmeiner-Realschule plus in Daaden.

 

Aktion gegen Alkoholmissbrauch: „Laufen statt Saufen“

Mit Schläuchen bepackt rannten am Samstag rund 95 Jugendliche durch die Daadener Ortsmitte. Im Rahmen der Feier zumDie Kinder der Jugendfeuerwehr Daaden setzten mit der Aktion „Laufen statt Saufen“ ein Zeichen gegen den Alkoholmissbrauch. 25. Jubiläum der Jugendfeuerwehr Daaden setzten die Kinder mit der Aktion „Laufen statt Saufen“ ein Zeichen gegen den Alkoholmissbrauch. Von der Daadetal-Grundschule ging es durch die Denkmalstraße, vorbei an der Mittelstraße bis hin zur Martin-Luther-Straße und wieder zurück. Dabei mussten die Teilnehmer, darunter auch der Bürgermeister der VG Herdorf-Daaden Wolfgang Schneider und Jugendwart Björn Huhn, die Schläuche zügig ausrollen und miteinander verkuppeln. So entstand eine etwa 1,5 Kilometer lange Schlauch-Kette. Neben der Jugendfeuerwehr Daaden waren auch die Wehren aus Herdorf, Steinebach, Elkenroth, Flammersfeld, Betzdorf und Rosenheim mit dabei. „Mit der Aktion wollten wir Jugendliche drauf aufmerksam machen, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben kann“, so Huhn. „Daher war die Jubiläumsveranstaltung auch komplett ohne Alkohol.“ hal

 

Artikel aus der Rhein-Zeitung vom 22.06.2015
von Frau Verena Hallermann